Abteilung renovierungs-muh:
Wenn man schon gründlich saniert und renoviert, kann man sich einem Kamin oder neuer einem Kaminofen schlecht verschließen. Noch dazu, wenn man das mit dem Feuerschein aus dem Ofen so mag und der alte Dauerbrandofen eh nicht mehr so die Welle war.
In der ursprünglichen Annahme, man kann da einfach einen kaufen, kümmerte ich mich da erstmal nicht weiter drum. Was uns fast zum Verhängnis geworden wäre.

Der Herr Schornsteinfeger ist ja seines Zeichens ein Amtsträger und hat bei Feuerstätten ein gewichtiges Wort mitzureden. Und so sagte er vorher - die Mitschülerin hat ihn bei der jährlichen Kontrolle der Heizungsanlage gleich konsultiert - daß wegen der Raumgröße der neue Ofen nicht mehr als 5 kW haben darf.
Von mir aus, was weiß ich denn, wieviel 5 kW bei Öfen sind.
Die Mitschülerin war ob des Angebots in einigen Baumärkten am Wegesrand not amused und ersurfte sich im Netz der Inder einen, der ihren und meinen (vorher geäußerten) Anforderungen entsprach und die Vorgabe des Schornsteinkehrers auch einhielt.
Bei Neckermann.
Also bei denen hätte ich vieles vermutet, aber definitiv keine Öfen. Er hört dort auf den schönen und wohlklingenden Namen P50-5
Bei unseren Bummeln durch die Baumärkte fiel mir immer mehr auf, daß Öfen runtergesetzt werden und die Anzahl der angeboten Öfen rapide abnahm.
Nun, bei Sommerkleidung ist mir das bekannt. Ebenso bei Wintermänteln. Und auch bei Gemüse verstehe ich das. Aber wieso auch Öfen eine Saison haben, ist mir nach wie vor unverständlich! Absolut unverständlich.
Mit anderen Worten, wir mußten uns beeilen.
Nun hätte die Mitschülerin kein Problem, den Ofen im Netz zu ordern, machte allerdings zur Bedingung, ihm vorher mal von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu treten. Weil so ein direkter optischer Eindruck viel mehr aussage, als so ein schnödes (und sicherlich (nach)bearbeitetes) Bild im Netz. Es mußte auch nicht der sein, aber vor dem Kauf muß man ihn mal angefaßt haben, sonst wird das nix. Und, das mußte bis Freitag gegessen sein.
Also machte ich mich auf die Suche und fand auch durchaus den einen oder anderen ansprechenden Ofen, der sich meist nur geringfügig von dem Neckermannofen unterschied. Allerdings, wenn mal ein Ladengeschäft existierte, dann im wilden germanischen Westen. Nur, soweit zu fahren, nur um einem Ofen die Hand zu schütteln, geht nicht. Vom Zeitfaktor mal ganz abgesehen.
Bei Neckermann stand nun nix über Hersteller etc. Weswegen ich mal die Suche umkehrte und nach dem speziell suchte.
Guck an, es ist ein Justus, Hersteller nennt sich Onier oder so.
Aha, da kann man jetzt direkter suchen.
Und siehe da, ich fand ein Ofen-PDF, der den enthielt und von einer mir sehr bekannten, aber leider noch nicht besuchten (weil direkt gegenüber der Arbeitsstelle der Mitschülerin) Baumarktkette war: Hellweg.
Weswegen wir am Mittwoch Abend dort eingefallen sind.
Tja, was soll ich sagen: Da stand er. Und gefiel sofort. Und war der Letzte.
Nach einem kurzen Telefonat habe ich am nächsten Morgen dem Schornsteinfegermeister das Datenblatt gefaxt und am späten Abend bekamen wir das OK von ihm.
Also endlich auch dieses Problem gelöst. Quasi kurz vor knapp.

Zum Schluß noch ein paar aktuelle Bilder unseres Sanierungsumbaus vom Wochenende:
Der Durchgang zur Küche. rechts daneben der neu gegossene Betonsockel für den Ofen. War nötig, weil eine der Betonhohldielen leider leicht gebrochen ist.

Im Wohnzimmer lagern noch die Reste der Trittschalldämmung, wovon Teile noch zu verbauen sind, aber eine komplette 50er Packung zurück in den Baumarkt wandert. Weil zuviel gekauft. Und das Rücknehmen haben die uns gleich beim ersten Mal angeboten.

Der Blick in die Küche, man sieht die neu gelegten Elektroleitungen und der Boden ist der besagte eine Kubikmeter Beton.

Wenn ich daran denke, wie wir zu viert den Sturz da hoch gehievt haben ...


In der nächsten Folge geht es um die Frage des Fußbodenaufbaus bei Fußbodenheizung, wenn man quasi keine Zeit hat. Also, um den Estrich trocknen zu lassen.

Countdown: t minus 7 Wochen
01.03.2010 - Kommentare: 2
Kommentare:
#1: GreenMilan schreibt am 02.03.2010:
Muttu eben Beschleuniger in den Estrich tun. ;-)

 

#2: muh-muh schreibt am 02.03.2010:
Ach, aushärten ist nicht das Problem, sondern (durch)trocknen. Und das vor dem Fliesen fliesen ... :(

 


Die Kommentare sind geschlossen.