Berlin. Ich war bisher schon etwa dreimal in Berlin. Koennte auch viermal gewesen sein. Und doch war ich noch nie in Berlin, denn es war immer auf der Durchreise. Das einemal zur Hochzeit eines Mitkommilitonen irgendwo im weiten gruenen Guertel kann man da auch nicht zaehlen. Leider hat sich das nicht geaendert, denn nach einem anstrengenden Arbeitstag und einem nicht begeisterten Kinoprogramm vom cinemaxx haben wir es wie die anderen auf dem Bild getan: Etwa drei Stunden auf dem Betonfussboden im Terminal D vom Flughafen Tegel geschlafen. Da war es wenigstens schoen warm. - Gleich geht das Bording los. Und dann ... Ist Spanien!
London. Endlich mal London. Ich bin zwar schon zum dritten Mal hier, kannte aber bisher nur die Flughaefen. Von Stanted sind wir mit dem oeffentlichen Nahverkehr in die City gefahren, inclusive Umsteigen in Liverpool Street. Und alleine schon das war ein Erlebnis fuer sich. Auch das Geheimnis der Oystercard wurde ergruendet. Verwirrend war eine digitale Uhr, die die Sekunden bis 99 zaehlte. Sehr komisch. Kings Cross war dann so, wie ich mir eine Metropole vorstelle. Das BundB ist klein, aber OK. Auf der Suche nach einem Mampftempel, den Empfehlungen von Lonly Planet wuerde ich nur bedingt trauen, entdeckten wir den Italiener (siehe Bild) und haben dort vorzueglich gegessen und das zu moderaten Preisen, nicht wesentlich hoeher als bei uns. Allerdings ist auch das hier alles etwas englisch eingefaerbt, aber trotzdem lecker. Zumindest in diesem Fall. Das Mediterrano ist mein Tip!
Tja, irgendwie war es mit dem Bloggen letztens nichts mehr. Was aber auch mit an der stellenweise schlechten UMTS/GPRS-Abdeckung hier lag. Zumindest von meinem Provider. Jetzt sind wir schon unterwegs Richtung Flughafen und werden heute Abend, wenn es wahrscheinlich schon dunkel ist, in Deutschland landen.
Auf unserem Weg nach Exeter haben wir bei Stonehenge halt gemacht. Lag ja quasi am Weg. 
Der kleine Ort Rye ist genauso ein vertraeumtes Museumsstadtchen wie Chilham, direkt nach Canterbury. Allen diesen Ortschaften ist gemein, dass sie 18 Uhr die Buergersteige hochklappen. So sind wir dann weitergefahren und haben Unterkunft im kleinen Ort East Dean gesucht. Was sich als schwierig herausstellte. Der im "einsamen Planeten" beschriebene Tiger Pub hatte kein B&B und das von dort uns bezeichnete war nicht zu finden. Nach vielen Fragen und noch mehr Sucherei fanden wir "Swallows", ein aelteres Herrenhaus (siehe erstes Bild) mit einer entzueckenden alten Dame und ihrem B&B. Mehrere Zimmer, alle ganz liebevoll eingerichtet Und das nicht nur, weil wir zum Fruehstueck zum ersten Mal ordentlichen Kaffee bekamen. Das Haus ist eine echte Empfehlung!
Es ist auf dem Bild nicht besonders gut zu erkennen, weil sie die Werbebeleuchtung nicht angeschaltet hatten, aber genau da waren wir gestern. Und der Ausspruch "wie geil ist das denn" findet hier seine volle Berechtigung und Bedeutung. (Fuer die, die es nicht (er)kennen, das ist das "Fifteen" von Jamie Oliver in London). Ich koennte die naechsten 200 Zeilen nur von dem Restaurant schwaermen, aber ich sage nur: Selbst hingehen und erleben. Wobei eine Vorbestellung von mindestens drei Monaten echt noetig ist.
Kaum macht mans richtig, schon funktionierts. Bzw.: Kaum benutzt man die richtigen Vokabeln, schon bekommt man das, was man will Gestern wollte ich kein full-english-breakfast und bestellte scrambled eggs with ham and toast. Und bekam nur Ruehreier und Toast. Weil es Bacon heissen muss, wie ich heute morgen erfreut ausprobierte.