Abteilung sammel-muh:
Die regelmäßigen Leser hier werden es wissen: Ich bin Geldscheinsammler. Ein Hobby hat ja fast jeder und manche sind eben etwas selten. So wie meines, denn ich kenne - zumindest persönlich - keinen zweiten, der das auch tut. Ja, Münzsammler gibt es genügend. Mein Herr Vater zum Beispiel. Unter anderem sammelt er Münzen, neben Briefmarken, Ganztagssachen (was auch immer das genau ist) und Handstempeln (die dazu gehörige Erklärung könnte alleine ganze Blogs füllen). So gesehen sammeln wir fast das gleiche, aber eben nur fast. Denn die Geldscheinsammler gehören (leider?) auch zu den Numismatikern, von denen ich bisher immer nur annahm, das seien (nur?) die Münzsammler.
Die Mitschülerin hat nach ihrem Umzug zu mir das Chemnitzer Käseblatt die Tageszeitung namens »Freie Presse« mit Chemnitzer Lokalteil behalten, da ich selbst mir keinen täglichen toten Baum mit News von vorgestern leiste, das habe ich im Web schneller und aktueller. So wäre mir aber entgangen, das es für nur wenige Stunden in Chemnitz eine Geldscheinausstellung gab. Was die Mitschülerin als sehr liebreizende Person für mich gleich rausfilterte.
Ein wohl sehr berühmter Sammler - ich kannte ihn nicht - hatte aus seiner Sammlung eine Auswahl von Geldscheinen als (Wander)Ausstellung zusammengestellt. Und die Chemnitzer Hypovereinsbank hatte aus einem mir ebenfalls unbekanntem eigenen Jubiläum diese für sage und schreibe 4 Tage in ihre Räume geholt. Von Dienstag bis heute, Freitag. Zu deren Öffnungszeiten. Also ganz auf die arbeitende Bevölkerung zugeschnitten. Ab morgen geht die Ausstellung nach Dresden, keine Ahnung wohin dort, und das sind auch schon die einzigen beiden Städte in Ostdeutschland. Scheinbar scheint man uns hier immer noch für ungebildete Halbaffen zu halten, was mir auch erst kürzlich eine jugendliche Geocacherin aus der weiteren Umgegend von Speyer bewies.
Also bin ich gestern etwas eher aufgebrochen, um meinem Hobby zu fröhnen und bin in die mir bis dato unbekannte Bank gegangen.
Und etwas enttäuscht etwa 15 Minuten später wieder herausgekommen.
Die dort gezeigte Ausstellung bestand aus grob geschätzten 10 Geldscheinen, die Hälfte davon Reproduktionen. Alle hatten irgendwas besonderes: der älteste Geldschein, der älteste deutsche, der älteste europäische, der mit den meisten Nullen, der mit dem kleinsten Wert, der schönste von 2009, der größte, der kleinste, etc. Fast über die ganze mehrstöckige Filiale verstreut angeordnet.
Versteht mich nicht falsch, ich fand die Ausstellung gut, die Aufmachung und die Erklärungen waren sehens- und lesenswert. Nur ich hätte mir die Scheine konzentrierter gewünscht als in den Gängen der Bankfiliale verstreut und vor allem hätte ich mir mindestens die zehnfache Menge an Scheinen gewünscht, wenn nicht gar die hundertfache Menge.
Also, auch wenn man für diese Ausstellung nur ne viertel Stunde braucht, um sie ausgiebig zu sehen: Wenn sie irgendwo mal ist, seht sie Euch an.
20.08.2010 - Kommentare: 2
Abteilung sammel-muh:
Wer hier regelmäßig mitliest, einschließlich der Kommentare, wird vom Problem des unbekannten Geldscheines wissen. Und da Fräulein Rabenschrey darum bat, die Detektivarbeit hier verfolgen zu können, werde ich das jetzt mal hier erzählen. Denn wer kann einer jungen Frau schon was abschlagen ... ;)
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28.09.2008 - Kommentare: 4
Abteilung sammel-muh:
Wer hier öfters mitliest - auch in den Kommentaren - der weiß, ich sammle Geldscheine. Also ich meine, Geldscheine aus aller Herren Länder, auch gern aus früheren Ländern. Möglichst bankfrisch, was aber nicht immer möglich ist.
Und weil es da durchaus einiges zu berichten gibt, habe ich diese neue Rubrik eingeführt.
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27.09.2008 - Kommentare: 0