Vielleicht erinnert sich noch jemand, daß ich nach dem ersten Renovierungszimmer doch recht optimistisch in die weitere Umbauzukunft sah. Nun, dies hat sich mehr als nur bewahrheitet.
Am Sonnabend vorvorige Woche stürzte sich der Vater der Mitschülerin, kaum daß er angekommen war, sofort auf das neu entdeckte Kabelproblem. Dessen Herkunft er zwar nicht nachvollziehen konnte, aber das dünne schwarze Kabel verläßt jetzt das Zimmer unter der Schwelle, die war eh ausgebaut worden. Vom Anbringen eines Loches in die frisch weißgeputzte Wand wollte die Mitschülerin überhaupt nichts wissen und ich glaube, sie hätte sich auch heldenhaft vor die Bohrmaschine geworfen, wenn ich ihren Ton in der Stimme nicht verstanden hätte. Nunja, das Kabel liegt, mehr ist nicht zwingend nötig.
Die schöne Auslegeware war anschließend ebenso schnell verlegt wie im Schlafzimmer, was wieder an meinem Turboschwager lag. Es gibt wirklich nichts, was ich dagegen einzuwenden hätte. Anschließend kam Freund R. noch wie geplant vorbei und alle mußten hinterher erstaunt zugeben: Hoch gingen die schweren alten Möbel viel besser, als runter.
Und zum Zimmer kann ich wieder nur einen alten Werbeslogan zitieren (und auch hier weiß ich nicht, wofür da mal geworden wurde): “So geil!”
Hier einige Baubilder:

Also wirklich, Dielen rausreißen fetzt! Nur das Zeug muß dann irgendwohin und mit den rausstehenden Nägeln ist das eher etwas ... knifflig.

Ich bin ja dafür, daß »Schlacke« das Unwort des Jahres wird. Schwarz, staubig und scheißschwer. Zum Glück waren Balken und Zwischenboden in guten Zustand. Die Lücken zwischen den Zwischenbodenbretter habe ich mit Dielen aufgefüllt.

So eine Elektroverkabelung kann sehr interessante Dinge mit sich bringen. Und große Löcher. Aber ich habe ja jetzt einen Maurer in meiner Familie.

Das graue Krümelzeugs nennt sich Schüttung. Untendrunter wurde der Hohlraum, den die Schlacke hinterlies, mit Trittschalldämmung aufgefüllt.

Mein heißgeliebter Schreibtisch hochkant! Das hat der auch noch nie mitgemacht. Es gibt halt immer mal was neues.

Fermacellplatten, scheißschwer aber gut. Von den Profis verlegt, jetzt habe ich zu den vier glatten ebenen Wänden auch einen ebenen Fußboden, der auch noch in Waage ist. Erstaunlicherweise klemmen jetzt die Schranktüren nicht mehr.

Frisch getünchter Putzgrund. Und mein Baustrahler ist leider nicht so hell, wie ich es manchmal gern hätte. Das Fenster ist (noch) DDR-Produktion, Baujahr 1986.

Rauputz ist drauf und getrocknet. Ich bin immer noch begeistert darüber.
Und zum Schluß noch ein kurzer Schwenk durchs Zimmer im Jetztzustand, auch wenn es noch nicht die endgültige Einrichtung ist, denn das Sofa hat hier nur Asyl und kommt später wieder ins Wohnzimmer, denn das Sofa der Mitschülerin wird hier einziehen. Der Tisch und die Stühle stehen nur hier, weil wir ja auch irgendwo essen müssen, während Wohnzimmer und Küche zusammen »upgedated« werden:

Und wie die Odysee durch die Küchenläden vorgestern war, erzähle ich später mal. Vielleicht am Donnerstag, wenn wir die Bestellung aufgegeben haben. Falls wir das Essplatzproblem bis dahin gelöst haben (Wir sind derzeit etwa bei Lösungsvorschlag sechsunddrölfzig).
Countdown: t minus 12 Wochen