Allein unter Lehrern (wäre auch eine passende Überschrift gewesen)
Gestern habe ich mein erstes Semester begonnen, um meinen
CCNA zu machen. Nicht, daß mir da komplett neues Zeug um die Ohren fliegen würde, aber ich fand es einfach an der Zeit, mein rein autodidaktisch erworbenes Wissen mal auf eine solide Grundlage zu stellen. Das Ganze in 4 Semestern, welche jeweils aus einer Woche Lehrgang und zwei oder drei Tagen Prüfung bestehen.
So weit so gut.
Und da ich mir den Lehrgang selbst suchen durfte und gute »Connections« zu meiner alten Berufsschule habe, darf ich jetzt dort teilnehmen. Das ist sehr entspannend, zumal ich da das heißgeliebte Tut-Tut auf dem Parkplatz stehen lassen kann, mir ein Wochenticket für den Chemnitzer Nahverkehr geleistet habe und nun ganz entspannt mit einer Großraumlimousine durch die Stadt kutschiert werde.
Doch es warteten einige Überraschungen auf mich. Im Raum stehen jede Menge Äpfel, also Macs und - das wird Herr Sladade mit Grausen hören - auf denen läuft Windows. Also das von Microsoft. War ich schon sehr überrascht. Aber nicht, daß mich das irgendwie stören würde. Ich könnte auch meinen eigenen Schlapptopf mitbringen, aber der ist alt, schwer und laut. Und eigentlich muß das nicht sein.
Der Kurs ist zum anderen recht übersichtlich, was ich gut finde. Nur, ich bin da der einzige aus der Industrie. Und bei den zwischendurch immer wieder stattfindenden Gesprächen muß ich immer wieder feststellen, daß mir die ganzen gebräuchlichen Abkürzungen leider so gar nicht geläufig sind. Ich versuche, meinen sicherlich arg verständnislosen Blick zu unterdrücken, nur gelingt mir sowas ja auch sonst immer kaum. Ob sich die Herren Lehrer darüber amüsieren? Keine Ahnung.
Wie sagte mein Diplomprofessor immer zu solchen Fällen wie mir: »Industriekadaver«. Ha!